Alopezie: Teilweiser oder vollständiger Haarausfall; häufige Nebenwirkung einer Chemotherapie. Alveolen: Lungenbläschen, Ausstülpungen der kleinsten Atemwege. Apoptose: Zelltod, der durch die genetische Information der betroffenen Zelle selbst reguliert wird (programmierter Zelltod). Asbestose: Asbeststaublunge; durch eingeatmete Stäube mit Asbestfasern hervorgerufene Staublungenkrankheit, die sich auch nach Ende der Staubbelastung noch verschlechtern und zu einer dauerhaften Störung der Lungenfunktion und Asbestkrebs führen kann.
Biopsie: Untersuchung einer Gewebeprobe, die aus einem lebenden Organismus entnommen wurde. Bronchialkarzinomsiehe Lungenkrebs Bronchien: Erste Abzweigungen des Bronchialbaums aus relativ dicken Luftröhren, deren Wände Knorpelstrukturen aufweisen.
Bronchiolen Knorpellose Verzweigungen der Bronchien (Nebenäste) mit einem Durchmesser von 1 mm und weniger. Bronchoskop: Starres oder biegbares Rohr mit Lichtquelle und Betrachtungslupe, mit dem das Innere der Luftröhre und Bronchialäste betrachtet werden kann. Das Bronchoskop kann mit einer Vorrichtung zur künstlichen Beatmung ausgestattet sein (Beatmungsbronchoskop). Außerdem gibt es verschiedene Spezialinstrumente, wie Zangen, Schlingen, Watteträger etc., mit denen unter optischer Kontrolle gezielt Gewebeproben oder Abstriche entnommen werden können. Bronchoskopie: Endoskopische Untersuchung (Spiegelung) der Bronchien mit einem Bronchoskop.
Carcinoma in situ: Vorstufe einer Krebserkrankung. Computertomographie (CT): Beim CT wird der Körper schichtweise geröngt. Die Aufnahmen werden durch einen Computer gesteuert und errechnet. Anschließend können die Schichtbilder so zusammengesetzt werden, dass sich ein dreidimensionales Bild des Körpers erstellen lässt.
EGF-Rezeptor: [englisch: Epidermal Growth Factor Receptor; übersetzt: epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor] Rezeptor in der Zellwand, der über EFG-Moleküle aktiviert wird und das Zellwachstum stimuliert. Eine Überaktivierung führt zu unkontrollierter Zellteilung und damit zum Krebswachstum. EGFR-Blocker: [englisch: Epidermal Growth Factor Receptor Blocker; übersetzt: epidermaler Wachstumsfaktor- Rezeptoren-Blocker] Molekül, dass den EGF-Rezeptor besetzt und diesen blockiert, in dem es gezielt die Schaltstelle im Inneren des Rezeptors – das aktive Zentrum des Enzyms Tyrosinkinase – besetzt. Dadurch wird das krankhaft erhöhte Zellwachstum gehemmt. EGF-Molekül: [englisch: Epidermal Growth Factor Molekule; übersetzt: epidermales Wachstumsfaktor-Molekül] Molekül, dass am EGF-Rezeptor andockt und damit das Zellwachstum aktiviert. Ein Molekül ist eine chemische Verbindung, die aus zwei oder mehr Atomen besteht. Epithelgewebe: Geschlossener Zellverband, teils mit Drüsen, der z.B. die Atemwege auskleidet.
Fatigue: Müdigkeit und Erschöpfung bei Tumorerkrankungen. Fernmetastasesiehe Metastase
intrapulmonal: Innerhalb der Lunge. intravenös: Verabreichung eines Medikaments in eine Vene.
Karzinom: Bösartiger Tumor, der vom Epithelgewebe der Haut, Schleimhaut oder Drüsengewebe ausgeht. karzinogen, kanzerogen: Krebserzeugend. Karzinogen: Substanz, Strahlung etc. mit krebserzeugender Wirkung.
Knochenszintigraphie Bildgebendes Verfahren zur Darstellung des Knochenskeletts mit Hilfe von radioaktiven Substanzen. kurative Therapie: Therapie, deren Ziel die Heilung des Patienten ist.
Lokalrezidiv: Erneutes Auftreten der Krebserkrankung an der ursprünglichen Krankheitsstelle, nach einer Periode ohne sichtbaren Krebsbefall.
Lungenmetastasen: Bösartige Geschwülste in der Lunge, die im Gegensatz zum primären Lungenkrebs durch Absiedlungen von Krebs in anderen Körperregionen entstanden sind. Lymphknoten: In der Strombahn der Lymphgefäße angeordnete linsen- bis bohnengroße Organe, in denen Mikroorganismen, Toxine und auch Krebszellen aus der Lymphe „gefiltert“ werden.
Mediastinum: Zwischen den beiden Lungenflügeln gelegener Teil der Brusthöhle, in dem sich unter anderem das Herz befindet. Metastase: Tochtergeschwulst, die durch Absiedlung von Krebszellen und Ausbreitung über die Blut- und Lymphbahnen entstanden ist. Im Gegensatz zum Lokalrezidiv entstehen Metastasen an einer anderen Stelle als der zuerst entstandene Tumor (Primärtumor). Molekularbiologische Therapieansätze: Behandlungsmethoden, die auf zellulärer Ebene den Krebs bekämpfen. Kleinste chemische Verbindungen aus Atomen, die so genannten Moleküle, steuern das Leben der einzelnen Zelle. Mit den molekularbiologischen Therapieansätzen versucht man, das vielfältige Zusammenspiel der Moleküle so zu beeinflussen, dass Krebszellen vernichtet, oder in ihrem Wachstum zumindest gehemmt werden.
Palliativmedizin: Interdisziplinäre Behandlung bei unheilbaren Krankheiten mit exzellenter Symptomkontrolle, ganzheitlicher Behandlung, Betreuung und Begleitung von Patienten und deren Angehörigen unter Berücksichtigung physischer, psychischer, psychosozialer und spiritueller Aspekte. Polyneuropathie: Erkrankung peripherer Nerven; bei Krebspatienten meist durch bestimmte Zytostatika hervorgerufen; äußert sich als Schmerzen, Missempfindungen bis hin zu Taubheitsgefühlen in Händen und Füßen. Positronen-Emissions-Tomographie (PET): Bildgebendes, rechnergestütztes Verfahren, bei dem mit Hilfe von Photonen, die beim Zerfall von Positronen entstehen, Körperstrukturen und Organe anhand ihres Stoffwechsels dargestellt werden. Primärtumor: Zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen (Absiedelungen) ausgehen können. Progression: Fortschreiten einer (Krebs)erkrankung. Prognose: Vorhersage zum wahrscheinlichen Verlauf und Ausgang einer Krankheit aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse. Angaben zur Prognose beziehen sich immer auf die Gesamtheit aller Patienten mit ähnlichen Befunden oder Therapiemaßnahmen, zur Situation im Einzelfall sagen sie dagegen weniger aus. Proliferation: Vermehrung von Zellen und Gewebe.
Radiochemotherapie: Kombination von Strahlen- und Chemotherapie in der Krebsbehandlung. Es gibt verschiedene Kombinationsarten: Bei der „simultanen“ Radiochemotherapie werden Strahlen- und Chemobehandlung gleichzeitig angewendet, bei der „sequentiellen“ nacheinander, bei der „alternierenden“ abwechselnd. Rezidivsiehe Tumorrezidiv
Sonographiesiehe Ultraschalluntersuchung Sputum: Abgehusteter Schleim aus der Lunge. Staging: Bestimmung des Krankheitsstadiums bei einer Krebserkrankung. Maßgeblich für die Stadieneinteilung nach der bei den meisten Krebsarten verwendeten TNM-Klassifikation sind die Größe des Ersttumors und seine Ausdehnung innerhalb der befallenen Körperstrukturen und Organe (T), der Befall von regionalen Lymphknoten (N) sowie die Metastasenbildung in entfernten Körperstrukturen und Organen (M). systemische Therapie: Behandlung des gesamten Körpers und nicht nur einzelner Bereiche, wie bei der lokalen Therapie (Operation bzw. Bestrahlung).
Thorakotomie: Operation, bei der die Brustwand geöffnet wird, um Gewebeproben zu entnehmen oder um Krankheiten der Lunge, des Herzens oder der großen Arterien zu behandeln. Zur Gewebeentnahme bei Lungenkrebs wird eine Thorakotomie gemacht, wenn der Krebs sehr tief oder ungünstig in der Lunge sitzt, sodass die Entnahme mithilfe des Bronchoskops oder der Nadelbiopsie nicht möglich ist. TNM-Klassifikation: Krebs-Klassifikation nach Größe und Ausdehnung des Primärtumors (T), Befall der regionalen Lymphknoten (N) und anderer Organe (M). Tumor: Neubildung von körpereigenem Gewebe durch vermehrtes Zellwachstum; kann gutartig oder bösartig sein. Tumoranämie: Bei Patienten mit Krebserkrankungen vorkommende Blutarmut, die durch den bösartigen Tumor selbst oder die Behandlung verursacht ist. Tumormarker: Körpereigene Substanzen, deren Auftreten oder erhöhte Konzentration in Körperflüssigkeiten (besonders im Blutserum) mit einer Krebserkrankung assoziiert sein können. Bei bekanntem Tumor werden sie auch zur Verlaufskontrolle verwendet. Ein Anstieg eines Tumormarkers kann, muss aber nicht auf erneutes Tumorwachstum hinweisen. Umgekehrt kann ein Tumor allerdings auch wachsen, ohne dass der/die Tumormarker ansteigen. Tumorrezidiv: Rückfall einer Krebserkrankung. Das Rezidiv kann auf den ursprünglichen Entstehungsort beschränkt sein (Lokalrezidiv), die benachbarten Lymphknoten erfassen oder an einer vom Entstehungsort entfernten Körperstelle auftreten (Fernrezidiv = Metastase). Tyrosinkinase-Hemmer: Wirkstoffe, die eine Signalübertragung ins Zellinnere hemmen. Durch das ausbleibende Signal kann sich die Zelle nicht mehr teilen und das Tumorzellwachstum wird gehemmt.
Ultraschalluntersuchung: Bildgebendes Verfahren, bei dem mit Schallwellen oberhalb des menschlichen Hörbereichs Körperstrukturen und Organe sichtbar gemacht werden.
zytotoxisch: Zellvergiftend, zellschädigend. Zytostatika: Medikamente, die das Wachstum von Krebszellen hemmen.